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Fachveranstaltung

Der positive Blick auf Eltern - neue Formen der Zusammenarbeit von Kita und Familie

 

    1. FuN: Familie und Nachbarschaft - Ein Projekt mit viel Spaß!

    www.praepaed.de

    Urheber: Bernd Brixius / Münster

     

    FuN-Programm-



     Was FuN ausmacht:

    FuN findet in Kooperation mit anderen Institutionen statt.

    FuN bedeutet lernen mit Spaß

    Zum FuN-Programm werden die Familien gezielt angeworben und eingeladen.

    FuN richtet sich vorrangig an bildungsferne Familien, aber auch Menschen, die Probleme innerhalb der Familie, bzw. mit ihrem Kind haben.

    FuN setzt auf Wertschätzung der Eltern und richtet sich ausschließlich an die Eltern. Sie werden als Experten ihrer Kinder angesehen. Es findet ein positiv ausgerichteter Blick und die Ressourcen der Familien statt.

    Den Eltern wird mit positivem Feedback der Rücken gestärkt.

     

    In Fun-Programmen sollen die Eltern folgende Dinge lernen:

    Familienzusammenhalt

    Selbstachtung/Achtung anderer

    Selbst und Fremdwahrnehmung

    Kommunikation und Kontakt

    Kooperation und Vernetzung( auch zu anderen Familien)

     

     Zielsetzung:

    Förderung der Elternkompetenz durch besondere Methoden des Ablaufs und der einzelnen Übungen.

    Bindung- Beziehung- Entwicklungsförderung der Kinder

    Aufbau von Kooperationsstrukturen familienbezogener Dienste

    Vernetzung der Eltern (gegenseitiger Austausch und eventuelle Hilfestellung). Dies gilt besonders bei FuN-Baby.

    In den anderen FuN-Programmen werden Eltern dazu gebracht, sich  ihrer Elternrolle und der daraus resultierenden Verantwortung bewusst zu werden.

     

     Struktur des FuN-Programms:

    Begrüßung und Anfangsritual

    Spiel zu Zweit (mit Säckchen)

    Kooperationsspiel

    Kommunikationsspiel (bei FuN-Baby werden diese Elemente zu einem verbunden)

    Gemeinsames Essen der Familien an den Familientischen (bei FuN-Baby gemeinsamer Imbiss während der Elternrunde)

    Gespräch zu Zweit

    Elternrunde

    Ermitteln, welche Familie das nächste Mal für das Essen sorgt und Geldübergabe

    Abschiedsritual

    Alle Elemente sind zeitlich genau geplant und sollen Eltern helfen, sich an Strukturen zu gewöhnen.

    Das FuN-Programm beginnt und endet pünktlich.

    Das FuN - Konzept

    Das Programm FuN–Familie und Nachbarschaft wurde im Jahr 2000 am Landesinstitut  für Schule und Weiterbildung und später am Landesinstitut für Qualifizierung in Nordrhein-Westfalen entwickelt und erprobt.

    Dieses Programm ist nicht in erster Linie  sprach- und problemorientiert.

    FuN  ist ein spielerisch aufgebautes Programm, welches Eltern und Kindern Spaß macht und ihnen neue Erfahrungen miteinander ermöglicht.

    Das Programm vernetzt unterschiedliche Unterstützungsangebote für Familien im Stadtteil und schafft  niedrigschwellige  Zugänge.

    Ein Kerngedanke des PROGRAMMS  ist die  Stärkung der Elternkompetenz.

    Indikatoren für das Funktionieren von Familien sind die Klarheit der Grenzen und die Klarheit der Rolle der Familie.

    In den FuN-Übungen erfahren die Eltern, wie sie die Verantwortung übernehmen können, Klärungsprozesse zu initiieren.

    Das Programm verdeutlicht, dass unterschiedliche Interessen, Konflikte und Lösungen nebeneinander stehen und einer Beziehungsgestaltung nicht  wiederspricht.

    Soziale Kontakte und regelmäßiger Austausch verhindern bzw. vermindern  soziale Isolation.

     

    Die FuN-Programm-Elemente

    Der Programmablauf eines Treffens:

    ·         Jede Familie sitzt an ihrem "Familientisch" . Der Familientisch ist ein hoher Tisch mit hohen Stühlen, wie ihn die·         Familien auch  in ihrem Alltagsleben haben können.

     

    ·         Die Spiele und Übungen werden den Eltern erklärt und von diesen dann an ihrem  "Familientisch"  initiiert.

     

    ·         Alle Spiele und Übungen sind sehr einfach, auch für Familien mit eingeschränkten Deutschkenntnissen verständlich und ohne Spielerfahrung durchführbar.


    Programmelemente:

    o         Begrüßung mit Lied/ Ritual                             15 Minuten

    o        Kooperationsspiel                                             15 Minuten

    o        Kommunikationsspiel                                      15 Minuten

    o        Gemeinsames Essen                                        30 Minuten

    o        Elternzeit / Kinderzeit                                       60 Minuten

    o        Spiel zu Zweit                                                      15 Minuten

    o        Überraschungsspiel                                          15 Minuten

    o        Abschlusskreis                                                   15 Minuten

      

                             

    ·         Für die Familien ist das Programm grundsätzlich kostenfrei. Die Familie, die jeweils an den Programm-Nachmittagen kocht, erhält dafür ein Budget (ca. 1 Euro pro Person pro Treffen)


    < FUN - Konzept Konzept als PDF zum Download



                 

    < Fotos von der Fachveranstaltung am 28.01.2010




    2. HIPPY – ein Projekt zur Familienbildung und Stärkung der Lernfähigkeit

     

    Die Arbeiterwohlfahrt KV Friedrichshain-Kreuzberg bietet ein familienunterstützendes Projekt an, das Familien mit Migrationshintergrund bei ihrer Erziehungsaufgabe Unterstützung bietet. Zielgruppe sind Migrantenfamilien mit Kindern im Alter von 4-5 Jahren. Gefördert werden die Kinder in der Entwicklung ihrer kognitiven Fähigkeiten, in der Ausbildung von elementaren motorischen Grundfertigkeiten sowie in der Einübung im Umgang mit pädagogischen Materialien. Gleichzeitig machen sie sich mit der deutschen Sprache vertraut und verbessern somit ihre Chancen für einen erfolgreichen Schulbesuch.

     

    Immer mehr Kinder aus Migrantenfamilien sprechen in Kindergarten und Schule nur defizitär deutsch und beherrschen z.T. auch ihre Muttersprache nur lückenhaft. Außerdem fällt auf, dass sie nur unzureichend über Grundfertigkeiten verfügen, die Kinder normalerweise im Kleinkindalter in der Familie erlernen. Die Ausbildung ihrer feinmotorischen Fähigkeiten ist oftmals eingeschränkt, der Umgang mit Schere, Stift und pädagogischem Material neu und ungewohnt.

     

    Die Eltern sind über diese Situation sehr besorgt, aber auch hilflos und verhalten sich daher zunehmend resignativ. Ihre Kenntnisse über die kindliche Entwicklung und den Prozess der Sprachentwicklung sind oftmals wenig ausgeprägt, was dazu führt, dass sie die Verantwortung für die Förderung ihrer Kinder häufig an Kita und Schule delegieren. Diese sekundären Sozialisationsinstanzen können den Erwartungen der Eltern aber nur zum Teil gerecht werden.

    Grundlage für eine gelungene Sprachentwicklung und erfolgreiches Lernen ist eine gute emotionale Bindung an die Erziehungsperson. Hier greift das Modell HIPPY.

     

    HIPPY (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) ist ein kindergartenergänzendes Hausbesuchsprogramm für 4‑6jährige und wurde an der Universität von Jerusalem für Migrantenfamilien unterschiedlichster Herkunft entwickelt und wird sowohl in Israel als auch mittlerweile auf der ganzen Welt sehr erfolgreich eingesetzt.

    Es setzt bei der Mutter als erster und wichtigster Erziehungsperson an. Mit Hilfe einfacher Arbeitsmaterialien wie Bilderbüchern, Mal- u. Arbeitsblättern und anderen Materialien übt sie spielerisch zusammen mit ihrem Kind täglich etwa 20 Minuten zu Hause, wobei beide erfahren, dass Lernen auch Spaß machen kann. Gleichzeitig erhalten sie einen  besseren Zugang zur deutschen Sprache. Über die gemeinsame Beschäftigung mit dem Arbeitsmaterial erhält die Mutter einen intensiveren Kontakt zu ihrem Kind und gewinnt mehr Sicherheit und erzieherische Kompetenz.

     

    Außerdem hat sie die Möglichkeit, Fortschritte in der Entwicklung ihres Kindes eher zu erkennen und kann es somit besser zum Lernen motivieren. Eine weitere positive Auswirkung von HIPPY ist darin zu sehen, dass die Mutter in ihrem Selbstbewusstsein eine Aufwertung erfährt, was nicht selten zu eigenständigen Orientierungen führt (Besuch eines Sprachkurses etc.).

     

    Die Mütter werden bei der Arbeit mit dem Material regelmäßig zu Hause von Hausbesucherinnen angeleitet und unterstützt. Die Hausbesucherinnen sind deutsch sprechende Migrantinnen, kommen aus demselben Kulturkreis wie die Mütter und sind weitgehend integriert. Sie dienen den Müttern  als Modell erfolgreicher Integration. Für die Arbeit mit den Familien werden sie angeleitet und geschult.

     

    Um die Mütter aus ihrer häufig bestehenden sozialen Isolation herauszuholen, werden im Wechsel mit den Hausbesuchen zweiwöchentlich Gruppentreffen organisiert. Auf diesen Veranstaltungen haben sie die Gelegenheit, sich kennen zu lernen und auszutauschen. Des Weiteren finden von der  Koordinatorin geleitete Diskussionen mit allen Beteiligten statt. Diskussionsinhalte sind Themen wie Schule, Erziehung, Gesundheit, Schulsystem und vieles andere mehr. Über die Gruppentreffen entstehen nicht selten Netzwerke gegenseitiger Unterstützung unter den Müttern.

     

    HIPPY richtet sich vorwiegend an Familien mit Migrationshintergrund aus der Türkei und dem arabischsprachigen Raum.

     

    Das HIPPY-Programm läuft über maximal zwei Programmjahre (abhängig vom Alter des Kindes bei Programmbeginn) von je 30 Wochen. Die Familien bezahlen einen monatlichen Beitrag von 10,00 €.

     

    Kontakt:

    Barbara Foerster, Leitung

    Heidi Dreibholz, Koordinatorin

    Waldemarstr. 57

    10997 Berlin

    Tel.: 030 695 65 885

    Fax: 030 939 57 002

    b.foerster@awo-friedrichshain-kreuzberg.de

    h.dreibholz@awo-friedrichshain-kreuzberg.de

     

      < HIppy - Konzept Konzept als PDF zum Download

     

     

     

     

                                                                                   

     

     

                      

     

                  

                

 

 

 

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