Der QBE - Prozess
Ein Qualitätsentwicklungsprozess umfasst alle Ebenen eines Trägers und wird hier exemplarisch für den Kindertagesstättenbereich beschrieben:
Schritt 1:
Erarbeiten von Qualitätskriterien zu einem Kernprozess
In einer moderierten Arbeitsgruppe, die sich aus Erzieherinnen, Leiterinnen, Trägervertretern und Eltern zusammensetzt, werden zu einem Thema auf der Grundlage aktueller fachlicher Standards Qualitätskriterien erarbeitet, die den jeweiligen Gegebenheiten und Zielsetzungen des Trägers bzw. des Sozialraumes entsprechen.
Beispiele für einen Kernprozess:
►Gestalten der Eingewöhnung des Kindes in die Krippe/den Kindergarten
►Beobachten und Dokumentieren früher Bildungsprozesse
►Raumgestaltung und Materialauswahl unter Bildungsgesichtspunkten
►Zusammenarbeit von Kita und Familie
►Gestalten von Übergängen
Schritt 2:
Qualifizierung von Leiterinnen und Leitern
Die Kindertagesstätten-Leitung hat im QBE- Prozess eine Schlüsselfunktion inne.
Sie ist für die Einführung und Umsetzung der Qualitätskriterien in ihrer Kindertageseinrichtung in besonderer Weise verantwortlich.
Deshalb wird sie unterstützt und inhaltlich sowie methodisch dafür qualifiziert.
Dazu gehören u.a.:
►Methoden der Erwachsenenbildung, wie Moderation, Visualisierung und Präsentationsmethodik
Schritt 3:
Qualifizierung des Teams
Von der Bestandsaufnahme bis zur Ziel-/Qualitätsvereinbarung
Die Kitaleitung qualifiziert ihr Team im Rahmen einer Teamfortbildung dahingehend, die aktuelle pädagogische Qualität intern zu evaluieren und auf dieser Grundlage realistische Ziel- bzw. Qualitätsvereinbarungen zu entwickeln.
Die Vereinbarungen zwischen Leitung und den Abteilungen einer Einrichtung verankern beide Seiten in schriftlicher Form.
In der nächsten Ebene schließen die Fachverantwortlichen im Träger mit den Kita-Leitungen eine diesbezügliche Vereinbarung ab, um den Prozess zu stützen und zu sichern.